Warum ist betriebliche Altersvorsorge wichtig ?
Das Rentensystem in Deutschland basiert bekanntlich auf dem Drei-Säulen-System. Dieses besteht aus der gesetzlichen Rentenversicherung, sowie der betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Vor einigen Jahrzehnten reichte die zu erhaltende Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung aus, um den bisherigen Lebensstandard auch im Alter beibehalten zu können. Aufgrund verschiedener Probleme in der gesetzlichen Rentenversicherung ist dieses aber schon längere Zeit nicht mehr der Fall. Heutzutage muss der Bürger auf jeden Fall zusätzlich noch private Altersvorsorge betreiben, um im Ruhestand nicht nur am Rande des Existenzminimums leben zu müssen, denn nach derzeitigem Stand wird man später im Rentenalter nur noch ca. 65 Prozent des jetzigen Nettogehaltes aus der gesetzlichen Rentenversicherung als Altersruhegeld bekommen. Aus diesem Grund wird eine private Vorsorge immer wichtiger. Diese kann auf zwei Weisen erfolgen, nämlich im rein privaten Bereich und auch als betriebliche Altersvorsorge. Viele Personen fixieren sich dabei auf die privaten Altersvorsorge, dabei bietet auch die betriebliche Altersvorsorge einige Möglichkeiten an, wie man sich eine zusätzliche Renten aufbauen kann. Nutzen Sie das, denn nur Browsergames programmieren und einen Teil des Gehaltes in die Rentenkasse einbezahlen und am Ende nur ein kleine Rente bekommen ist auch nicht das wahre.
Die Pensionskasse oder Pensionsfonds
Auch wenn die meisten Arbeitnehmer das in dieser Form sicherlich gar nicht wissen : Der Arbeitgeber ist vom Gesetz her dazu verpflichtet, einen Teil des Gehaltes des Arbeitnehmers als betriebliche Altersvorsorge in ein Versorgungssystem einzuzahlen. Dabei handelt es sich zumeist um eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder der Arbeitgeber gibt dem Arbeitnehmer eine Direktzusage. Da die Einzahlungen in Form einer Entgeltumwandlung stattfinden können, spart der Arbeitnehmer für den eingezahlten Betrag sowohl die Steuern als auch die Sozialabgaben ein. Entgeltumwandlung bedeutet, dass der Arbeitgeber den Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge direkt vom Bruttogehalt abzieht und an die jeweilige Institution überweist, die die Verwaltung und Verwahrung der betrieblichen Altersvorsorge wahrnimmt. Zumeist nimmt diese Verwahrung nicht der Arbeitgeber selber vor, sondern ein unabhängiges Unternehmen, dass für mehrere Arbeitgeberunternehmen mit der Verwaltung der Ruhegelder betreut worden ist. Wie wichtig eine betriebliche Altersvorsorge sein kann, soll anhand des folgenden Beispiels verdeutlicht werden. Der 30-jährige Angestellte Herr Max arbeitet in einem Anwaltsbüro und erhält derzeit einen Bruttolohn von 3.000 Euro. Er ist verheiratet und hat keine Kinder, sein Nettolohn beträgt daher ca. 2.000 Euro monatlich, da seine Frau nicht beschäftigt ist. Das Ehepaar Max hat derzeit monatlich feste Ausgaben von rund 1.600 Euro, welche sich aus den Mietkosten, Energiekosten, Lebensunterhaltskosten, Autokosten usw. zusammen setzen. Nach derzeitigem Stand würde Herr Max im späteren Ruhestand eine Betrag von ca. 1.200 bis 1.400 Euro aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Da man nicht davon ausgehen kann, dass sich die Ausgaben im Ruhestand reduzieren werden, würde dieser Betrag also nicht einmal reichen, um die fixen monatlichen Belastungen weiterhin tragen zu können. Eine private bzw. zusätzliche betriebliche Altersvorsorge ist in diesem Falle also dringend notwendig, um die spätere Versorgungslücke von rund 700 Euro schließen zu können.
Beispiel zur betrieblichen Altersvorsorge
Daher hat sich Herr Max überlegt, im Rahmen der Entgeltumwandlung monatlich 100 Euro seines Gehaltes in einen betrieblichen Pensionsfonds einzuzahlen. Davon ausgehend, dass Herr Max nach jetzigem Stand mit einem Alter von 67 Jahren seinen Ruhestand antreten kann, würde er demnach noch 37 Jahre in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Bei einem Beitrag von monatlich 100 Euro kann man davon ausgehen, dass ihm später eine zusätzliche Rente von rund 500 Euro zur Verfügung stehen wird. Damit wäre die Versorgungslücke zwar nicht zu einhundert Prozent geschlossen, aber dennoch wäre auf jeden Fall sicher gestellt, dass der bisherige Lebensstandard ohne größere Einschränkungen beibehalten werden kann. Dabei geht es natürlich nicht nur um die rein finanziellen Angelegenheiten, sondern auch die Lebensqualität bleibt erhalten. Dieses ist zum Beispiel nicht der Fall, wenn man sich als Rentner ständig Sorgen machen muss, wie man mit der vorhandenen Rente noch "über die Runden" kommen soll. Insgesamt betrachtet hat die betriebliche Altersvorsorge also inzwischen aufgrund der Probleme in der gesetzlichen Rentenversicherung neben der privaten Altersvorsorge eine größere Rolle als bisher eingenommen.